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Der Weißstorch ist die "Leitart" des Naturschutzgebietes.


Grünlandaue südlich der Nidder und beiderseits des Seemenbaches. Durch die Beibehaltung der bisherigen Bewirtschaftungsweise in ihrer ökologischen Funktion soll der Fortbestand der an diesen Lebensraum gebundenen Tierarten, insbesondere des Weißstorches, des Großen Brachvogels sowie weiterer Wat-, Sumpf- und Stelzvögel gesichert werden.

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Im Rußland und in der Kuhweide bei Lindheim“, Gemarkungen Lindheim, Gemeinde Altenstadt und Hainchen der Gemeinde Limeshain, Wetteraukreis vom 30. Oktober 1984
StAnz. 47/1984, S. 2280
Größe ca. 220 ha

Bestandteil des FFH-Gebietes 5619-306 „Grünlandgebiete in der Wetterau“ und
des VR-Gebietes 5519-401 „Wetterau“

FFH = Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen)

 VR = Vogelschutzgebiet / SPA-Gebiete /„Special Protected Areas“ (Erhaltung der wildlebenden Vogelarten)



Die Info-Tafeln wurden am 23. Dezember 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Info-Tafeln wurden durch das Land Hessen finanziert. Betreut werden die Tafeln von der Natur- und Vogelschutzgruppe Rommelhausen und der Vogelschutzgruppe Hainchen.  



Die Texte der Tafeln

Das Naturschutzgebiet

Das Naturschutzgebiet „Im Rußland und in der Kuhweide bei Lindheim“ ist mit
220 Hektar Fläche das größte im Wetteraukreis, es liegt im Gemeindegebiet von
Limeshain und Altenstadt.
Schon seit Generationen werden die Flächen als Wiesen und Weiden genutzt.
Dadurch entstand ein weitestgehend gehölzfreier Lebensraum, der jedoch
unzählige Nischen für unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten bot. Regelmäßige
Überschwemmungen sorgten neben einer Versorgung mit Nährstoffen auch für
eine ausreichende Bodenfeuchte, so dass sich hier seltene Watvögel wie der
Kiebitz und der Große Brachvogel ansiedelten.
Die Flurbereinigung, Gewässerregulierungen und die Trockenlegung der Feuchtwiesen
führten in den 1970er und 80er Jahren zu einem starken Rückgang der
Wiesenvögel und Amphibien.

Erfolge des Naturschutzes

Erst mit der Ausweisung als Naturschutzgebiet im Jahre 1984 konnte diese
Entwicklung gestoppt und die verbliebenen Grünlandbereiche gesichert werden.
Flächen wurden aufgekauft und in Feuchtwiesen umgewandelt und es wurden
wieder Wasserflächen angelegt.
Seit diesem Wendepunkt findet auch der Weißstorch hier wieder ausreichend
Nahrung zur Aufzucht seiner Jungen. Mit drei Nestern vertreten, wurde der
Storch zum Symboltier und ziert das Logo des Naturschutzgebietes.
Eine wichtige Funktion übernimmt Gebiet auch als Rastplatz für Zugvögel wie
den Kranich. Als neuer Wintergast hat sich seit kurzem auch der aus Südeuropa
stammende Silberreiher eingefunden.

Naturschutzmaßnahmen

Das Naturschutzgebiet „Im Rußland und in der Kuhweide bei Lindheim“ ist
mit 220 Hektar Fläche das größte im Wetteraukreis. Es ist Bestandteil des
Vogelschutzgebietes Wetterau und des FFH-Gebietes „Grünlandgebiete der
Wetterau“.
Ein Großteil der Fläche befindet sich in privater Hand. Um Wasserflächen für
seltene Tierarten schaffen zu können, ist der Kauf von Grundstücken notwendig.
In einigen Fällen haben aber auch die Eigentümer ihre Zustimmung zu diesen
Maßnahmen gegeben. Allein aus Vereinsmitteln und Spendengeldern konnten
die Naturschutzgruppen in Rommelhausen, Hainchen und Lindheim in den letzten
Jahren einige Flächen kaufen.
Aus Naturschutzmitteln des Landes Hessen wurden anschließend Flutmulden ausgehoben.
Hierbei handelt es sich um flache Wasserflächen, die vom Regen und
von Hochwasser aufgefüllt werden und zeitweise auch trockenfallen können. So
werden Nahrungsplätze und Lebensräume für Arten wie den Weißstorch, den
Kiebitz und den Laubfrosch geschaffen.
Direkt neben dem Standort dieser Schautafel hat die Naturschutzgruppe
Rommelhausen eine Wiese in der Größe von 2,24 Hektar erworben, auf der
neben einer rund 2.000 m² großen Flutmulde auch Altgrasstreifen angelegt
werden konnten. Damit soll speziell der Wiesenpieper gefördert werden. Diese
kleine Singvogelart ist fast ausgestorben und hat hier mit zehn Brutpaaren (2011)
ihr letztes Vorkommen in der Wetterau.

Kartografie & Gestaltung: LandKonzept


Rußland+Kuhweid_01.pdf


Rußland+Kuhweid_02.pdf







Die 3 im Gebiet vorhandenen "Rennbahnen" wurden ausgeschält, der Inselbereich erhöht und die übeschüssige Erde abgefahren.



Land unter im Januar 2011



Im NSG wird ein neuer Teich gebaggert (Oktober 2010). Größe ca. 2.000 qm. Die Kosten trägt das Land Hessen. Das Grundstück gehört der NABU-Gruppe Lindheim.





Info-Broschüre 2008
 Info - Broschüre über das Naturschutzgebiet erschienen. Die neue Broschüre können Sie anfordern bei: Hessen-Forst, Forstamt Nidda, Auf der Platte 34 in 63667 Nidda. Auch per Mail: forstamtnidda@forst.hessen.de oder josef.tiefenbach@forst.hessen.de




 

NSG-2008.pdf
Die Aktivitäten im Naturschutzgebiet 2008 in Bildern.